Im Treffpunkt Lanners, besser bekannt als De Bistro, pulsierte Mitte der 1970er-Jahre das junge Leben der Stadt Ettelbruck. Es gibt kaum einen Ettelbrucker, der nicht zumindest eine Geschichte mit diesem Ort verbindet. Entworfen wurde das charakteristische Interieur von Henri Jonas – lange, bevor er als Architekt bekannt wurde. Noch als Student schuf er ein Ambiente, das die lokale Ausgehkultur über ein Jahrzehnt prägte und weit über die Stadtgrenzen hinaus in Erinnerung blieb.
Was das Bistro so besonders machte, war seine zeittypische Innenarchitektur: Eine bekannte Schreinerei setzte die Entwurfsideen von Henri Jonas um und verwandelte den Raum in ein extravagantes Kleinod. Rauchspiegel und dunkles Glas ließen die Grenzen des Raums verschwimmen.


Eine kunstvolle Strukturtapete sorgte nicht nur für eine besondere Atmosphäre, sondern auch für eine überraschend gute Akustik. Aus roten Ziegelsteinen gemauerte Nischen, unterschiedliche Bodenniveaus und ein dunkler Holzboden verliehen dem Bistro einen unverwechselbaren Stil, der zum Verweilen einlud.
Der Treffpunkt Lanners war lange Zeit ein ikonischer Ort und bot einen Raum, in dem man sich sofort zuhause fühlte, an dem man sich traf, lachte, diskutierte und die Jugendzeit ein Stück weit inszenierte.


