Der Entwurf für dieses Haus folgte einem damals zeitgemäßen Ansatz: von innen nach außen gedacht, mit klaren, offenen Räumen, die sich um einen Hof organisierten. Das Gebäude war eingeschossig konzipiert, mit Flachdach und einem offenen, geradezu selbstverständlich anmutenden Bezug von innen nach außen.
Gescheitert ist diese Projektidee letztlich – wie so oft – an geltenden Vorschriften und administrativen Vorgaben. Denn in den 1970er-Jahren durfte ein Gebäude in einer Entfernung von weniger als 50 Meter zum Waldrand ausschließlich mit einem geneigten Dach realisiert werden; andere Dachformen waren nicht zulässig.
Die Folge war eine umfassende Überarbeitung des Entwurfs: Der Plan wurde überarbeitet, angepasst und schließlich mit dem geforderten Satteldach realisiert. Rückblickend ist das durchaus bedauerlich, denn die ursprüngliche Projektidee war geprägt von einer betont klaren architektonischen Sprache, vermittelte Kraft und Qualität. Bis heute kann man sich gut vorstellen, in dem ursprünglich erdachten Flachdachhaus zu wohnen. Doch Vorschrift bleibt Vorschrift – und Architektur bewegt sich stets im Spannungsfeld zwischen freier Idee und eingrenzendem Regelwerk.


