- Situation Mierscherbierg
- Bauherr Administration communale de Mersch
- Realisierung 2024
- Team Jonas Architectes Simon Tourbach, Judith Berg, Quentin Simon, Caroline Ambros, Corinne Stephany
Die MariscArena ist unsere architektonische Antwort auf die Entwicklung eines zukunftsweisenden Sportcampus in Mersch. Unser Entwurf versteht sich nicht als bloße Ansammlung funktionaler Infrastrukturen, sondern als lebendiger Ort für ein generationenübergreifendes Miteinander. Eine Stätte, die ebenso zum sportlichen Aktivwerden wie zum Verweilen einlädt.
Ein zentraler Aspekt des Projekts ist seine Integration in die Umgebung. Die Baukörper sind harmonisch in die vorhandene Topografie eingebettet und erfüllen konsequent alle umweltbezogenen Auflagen. Durch die gelungene Einbindung entsteht ein fließender Übergang zu den angrenzenden Wohngebieten von Mersch. Der Komplex folgt einer präzisen vertikalen Ausrichtung. Von den südlich gelegenen Fußballfeldern steigt die Architektur sanft an, bis sie im Norden in den Indoor-Sporthallen ihren Höhepunkt findet. Das weithin sichtbare Aushängeschild und zugleich der Haupteingang der MariscArena ist die markante Kletterhalle.
Die MariscArena vereint verschiedenste Disziplinen, von Turnen über Judo bis hin zum Klettern. Ergänzt wird das sportliche Angebot durch Tribünen, moderne Umkleiden und gastronomische Zonen. Ein Kernaspekt des Konzepts ist die zugrundeliegende Flexibilität mit Blick auf die Nutzung. So lassen sich etwa die Tennisplätze in der kalten Jahreszeit mit innovativen aufblasbaren Zelten überdachen.
Das Herzstück der Anlage bildet ein multifunktionaler zentraler Platz. Im Alltag dient er als Treffpunkt und Ruhezone für Besucher*innen und Athlet*innen, bietet jedoch auch die Kapazität, bei Großveranstaltungen größere Menschenmengen zu empfangen.
Die ästhetische Identität der MariscArena wird durch ihre markante, graue Außenhülle definiert. Dächer und Fassaden gehen nahtlos ineinander über und verleihen dem Gebäude eine skulpturale Erscheinung. Die Fassade besteht aus Aluminium-Paneelen angeordnet in einer Wabenstruktur, ein innovatives Material, das nicht nur wartungsarm und extrem langlebig, sondern auch vollständig recycelbar ist.
Das Projekt respektiert geschützte Baume und integriert einen Grünstreifen als Rückzugsort für die lokale Fauna, wie etwa Fledermäuse und verschiedene Vogelarten. Zudem folgt die MariscArena dem Konzept der „Schwammstadt“ (Sponge City): großflächige Grünanlagen minimieren die Versiegelung, integrierte Rückhaltebecken fangen Regenwasser effizient auf. So entsteht direkt am Ort ein kühleres, angenehmeres Klima, während gleichzeitig das Risiko von Überschwemmungen reduziert wird.




