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  • Situation L-8823 Haut-Martelange
  • Bauherr INPA – Institut national pour le patrimoine architectural
  • Realisierung en réalisation

Das Musée de l’Ardoise in Haut-Martelange ist ein bedeutendes Zeugnis der industriellen Schiefergewinnung in Luxemburg und umfasst ein rund acht Hektar großes Freigelände mit historischen Schieferbrüchen, 26 Ateliergebäuden – darunter Sägerei, Schmiede, Schreinerei und mehrere Spalthäuser – sowie die ehemaligen Arbeiterhäuser. Zum Gelände gehört überdies der frühere Wohnsitz der Betreiberfamilie.

Seit der Gründung des Vereins Frënn vun der Lee im Jahr 1992 unterstützt durch das Institut national pour le patrimoine architectural - INPA, wird das Ensemble kontinuierlich denkmalgerecht weiterentwickelt.

JONAS Architectes wurde mit der Projektleitung für mehrere zentrale Restaurierungs- und Umnutzungsmaßnahmen auf dem Museumsgelände beauftragt. Im Mittelpunkt stand erst einmal die umfassende denkmalgerechte Umnutzung der Villa Rother, benannt nach den letzten Eigentümern der Firma Obermosel Dachschiefer- und Plattenwerke. Ziel war es in diesem Kontext, die historische Bausubstanz weitestmöglich zu bewahren und gleichsam eine zeitgemäße museale Nutzung zu ermöglichen.

Die Villa wurde mit großer Sorgfalt instandgesetzt und wird im Juni 2026 als begehbares Großexponat ihre Türen für interessierte Besucher*innen öffnen. In fünf Räumen wird eine Dauerausstellung die Geschichte des Hauses und des Schieferbergwerks, das Leben der Familie Rother sowie das fotografische Werk von Nic. Molitor, der das Alltagsleben in der Region dokumentierte vermitteln.

Ergänzend zur Villa Rother umfasst unser Auftrag die Umnutzung weiterer historischer Gebäude auf dem weitreichenden Gelände des einstigen Schieferbergwerks. In der ehemaligen Schreinerei wird ein Museums- und Ticketshop integriert werden. Ein Restaurant wird es zukünftig auf dem Museumsgelände ebenfalls geben.