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Noch heute steht das schon 1982 fertiggestellte Gebäude da, als wäre es erst vor Kurzem errichtet worden. Es ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Baukultur seiner Zeit, in der es noch eine größere architektonische Freiheit und die Möglichkeit gestalterischer Experimente gab.

Damals existierten beispielsweise noch keine strengen Anforderungen an den Wärmeschutz, generell waren Planungsprozesse weniger normativen Regeln unterworfen. Bauen war insgesamt günstiger, sodass gemeinhin hochwertige und langlebige Materialien eingesetzt wurden, die auch dem hier fokussierten Gebäude seine bis heute spürbare Robustheit verleihen.

Charakteristisch ist die Entwurfsweise dieser Epoche: Eine Architektur, die sich aus den räumlichen Bedürfnissen der Bewohner heraus entwickelte. Funktionen, Verbindungen und Nebenräume formten ein vielschichtig komponiertes Gefüge, das sich auch am äußeren Erscheinungsbild klar ablesen lässt. – Ein Ansatz, der sich deutlich von den heutigen, stärker normativen Planungsprozessen unterscheidet.

So erzählt das Haus nicht nur von seiner eigenen Entstehungszeit, sondern auch von einer Haltung, in der Raum, Material und Form eine unmittelbare und Einheit bildeten.