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Mit dem Gebäude für Yates Industries in Wiltz realisierte das Büro im Jahre 1981 seinen ersten Industriebau. Der Entwurf offenbart eine klare, rationale Struktur: Ein präzises Raster, serielle Fertigung und sich wiederholende Fassadenmodule bestimmten die Planung. Die Betonelemente der Gebäudehülle wurden gemeinsam mit dem Bauherrn ausgewählt und direkt beim Betonhersteller bemustert – ein Prozess, der Funktionalität und gestalterische Qualität gleichermaßen in den Fokus rückte.

Das Gebäude ist ein Zeuge der funktionalen Architektur der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre und zugleich ein Beispiel dafür, wie auch innerhalb eines streng rationalen Programms ein eigenständiger architektonischer Ausdruck entstehen kann. Die Baukörper formen einen klar strukturierten Komplex, der dem Ort Identität verleiht und sich bewusst von austauschbaren Industriehallen absetzt.

Als Teil des Produktionsstandorts von Yates – heute Circuit Foil – ist das Gebäude eng mit der industriellen Entwicklung von Wiltz verbunden. Es zeugt von der Bedeutung des Unternehmens innerhalb der regionalen Wirtschaftsstruktur und der industriellen Prägung des Nordens von Luxemburg.

Im Jahr 2016 wurde die bestehende Halle um mehrere Achsen vergrößert. Die Erweiterung fügt sich selbstverständlich in das charakteristische Raster ein und unterstreicht die Flexibilität des ursprünglichen Entwurfs.