Blanche hat die letzten Monate ein Praktikum bei JONAS Architectes gemacht. Im August hat sie mit ihrer Ausbildung als Bauzeichnerin angefangen. Wir haben sie zu ihren Erwartungen, bisherigen Erkenntnissen und Zukunftswünschen befragt.
Blanche, womit hast du deine Zeit während des Praktikums und nun deiner Ausbildung verbracht?
Die meiste Zeit habe ich tatsächlich mit dem Zeichnen per Hand verbracht. Am Computer habe ich bisher kaum gearbeitet. Ich soll erst ein Gefühl für das Zeichnen bekommen, bevor ich digital arbeite. Deshalb mache ich hauptsächlich Übungsaufgaben und viele Skizzen.
Was hat dein Interesse am Bauzeichner*in-Beruf geweckt? Wie bist du zu deiner Entscheidung gekommen?
Ich wollte schon immer einmal selbst ein Haus zeichnen. Anfangs wollte ich Innenarchitektin werden, weil mich das Dekorieren und genaue Planen fasziniert hat. Doch nach meinem ersten Praktikum bei JONAS Architectes habe ich gemerkt, dass mich die gesamte Gebäude-Struktur, die „Außenhülle“, genauso interessiert. Das Praktikum hat mich motiviert, gezielt nach einer Ausbildung als Bauzeichnerin zu suchen.
Was verstehst du unter dem Beruf Bauzeichner*in? Kannst du uns kurz erklären, was man als Bauzeichner*in macht?
Als Bauzeichnerin ist es später meine Aufgabe, die Entwürfe von Ingenieuren und Architekten präzise umzusetzen und auf Papier zu bringen. Man befasst sich sowohl mit den Innen- als auch Außenbereichen des Gebäudes; unter anderem Lageplänen, Fassaden, Schnitte, Grundrissen etc. Mein Ziel ist es, genaue und korrekte Pläne zu erstellen, also auch Details zu zeichnen, die auf den ersten Blick verborgen - oder nicht direkt sichtbar sind.
Welche Rolle spielt Kreativität in deinem Beruf?
Anfänglich dachte ich, es sei ein rein technischer Beruf. Aber je länger ich dabei bin, desto mehr merke ich, wie kreativ die Arbeit sein kann. Das liegt mir sehr, weil ich es liebe, kreativ zu arbeiten. Der technische Teil bleibt jedoch Hauptbestandteil des Berufs.
Wie bist du auf JONAS Architectes gekommen, und wie kam es dazu, dass du hier deine Ausbildung angefangen hast?
Ich habe sehr lange einen Ausbildungsplatz gesucht und keinen gefunden. Durch die Schule bin ich an JONAS Architectes gekommen, und es wurde mir ermöglicht hier ein Praktikum zu machen. Nach meinem Praktikum bin ich mit Miriam (Prosch) in Kontakt geblieben und sie hat sich oft nach mir erkundigt. Schlussendlich habe ich einen Ausbildungsplatz hier im Büro bekommen und das Angebot habe ich sehr gerne angenommen.
Was motiviert dich? Hast du ein bestimmtes Ziel, auf das du hinarbeitest?
Mein größter Traum ist es, irgendwann ein eigenes Projekt zu leiten. Zwar mag ich es nicht, anderen Anweisungen zu geben, aber ich würde gerne einmal ein Projekt von Anfang bis Ende organisieren und managen. Ein weiterer Traum von mir ist es irgendwann mein eigenes Haus zu bauen. Ich nehme mir oft meine Mama zum Beispiel, weil sie sehr strukturiert ist und gut in der Organisation ist.
Gibt es Dinge im Alltag, die dir besonders wichtig sind, damit du produktiv sein kannst?
Zeit für mich selbst ist mir sehr wichtig. Ich mag es nach der Arbeit nach Hause zu kommen und zu zeichnen. Im Büro und auf der Arbeit muss man nach klaren Vorgaben arbeiten und zu Hause kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen. Ich überlege mir dann eigene Häuser und Gebäude und versuche diese zu zeichnen. Manchmal baue ich dann auch kleine Modelle.
Was gefällt dir bisher am besten an deiner Arbeit bei JONAS Architectes?
Ich mag es sehr, viel beschäftigt zu sein und neue Sachen auszuprobieren. Ich sitze nicht gerne nur rum, ich brauche immer neue Herausforderungen. Und mir gefällt sehr gut, dass ich mit Beginn der Ausbildung immer mehr gefordert werde.
Was machst du am liebsten in deiner Freizeit?
Ich gehe gern raus und schaue mir gerne meine Umgebung, die Häuser und Städte an. Ich mach mir dann meine Gedanken zu den Gebäuden, was ich gut finde, was ich anders machen würde. Oft nehme ich dann auch mein Skizzenbuch mit und versuche mich selbst an Zeichnungen.
Und was würdest du jemandem raten, der mit dem Gedanken spielt, Bauzeichner*in zu werden?
Viele denken, dass man den Großteil der Zeit mit Zahlen und Rechnen verbringt und der Beruf rein technisch ist. Das stimmt schon zum Teil, aber vieles läuft heute über Computer. Das Wichtigste ist, ein gutes Verständnis für die Dreidimensionalität zu haben. Außerdem ist es gut immer den Überblick zu behalten und zu wissen, was schon erledigt ist und was noch zu tun ist. Wenn du ein gewisses technisches Verständnis besitzt, gerne zeichnest, ein Teamplayer bist und mit Computern zurechtkommst, sollte dir nichts im Wege stehen.