- Situation Rue de Welscheid | L-9090 Warken
- Bauherr Administration Communale d’Ettelbruck
- Realisierung Planungsphase
- Brutto-Rauminhalt (BRI) 53.462 m³
- Beteiligte Planungsbüros Simon-Christiansen & Associés S.A., Betic Ingénieurs-Conseil S.A., Luxplan S.A., MERSCH Ingénieurs-Paysagistes, LSC Environmental Engineering
- Team Jonas Architectes Camille Dengler, Susi Grashoff, Sarah Hubert, Frank Schmitt, Quentin Simon, Corinne Stephany
Die Stadt Ettelbruck realisiert in Warken einen Bildungs- und Sportcampus, der den Bedürfnissen einer stetig wachsenden Stadt vorausschauend begegnet. Die Schule umfasst einen Vorschulbereich, Grundschulklassen, eine großzügige Mensa zur optimalen täglichen Versorgung von rund 600 Personen sowie eine multifunktionale Sporthalle, die auch von lokalen Vereinen und für diverse Veranstaltungen genutzt werden soll. Die sich auf dem Areal befindende säkularisierte historische Sainte-Anne-Kapelle ist ebenfalls in das Gesamtkonzept eingebunden.
Bei der Entwicklung des Projekts wurde von Anbeginn dem Hochwasserschutz große Aufmerksamkeit geschenkt und damit ein Problemfeld in die grundlegenden Überlegungen einbezogen, das sich durch den Klimawandel zusehends verstärkt. Trotz der in diesem Kontext notwendigen Schutzmaßnahmen fügt sich das Gebäudeensemble harmonisch in die Umgebung ein. Im Mittelpunkt des pädagogisch fundierten Konzepts steht die zukunftsorientierte Lernstruktur sogenannter Clustergruppen, die den Austausch untereinander begünstigt und vielfältige Nutzungen ermöglicht. In dem bewusst offen konzipierten Schulgebäude haben alle Räume über umlaufende Laubengänge einen direkten Zugang ins Freie.
Abgerundet wird das Gesamtkonzept durch einen klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz. Das Gebäude ist als Holz-Beton-Hybridkonstruktion konzipiert. Diese verbindet die strukturellen Vorteile und die thermische Speicherfähigkeit des Betons mit den ökologischen und raumklimatischen Qualitäten des Holzbaus. Der CO₂-Fußabdruck sowie die graue Energie reduzieren sich dazu signifikant, während gleichzeitig eine langlebige und robuste Bauweise sichergestellt ist.
Ein Ansinnen, das zudem durch den Einsatz emissionsarmer Materialien sowie ein optimiertes Lüftungs- und Tageslichtkonzept ergänzt wurde. Durch einen innovativen Umgang mit den Brandschutzanforderungen kann komplett auf einen Schutzanstrich des Holzes verzichtet werden.
Die Entwurfsphilosophie zeigt sich auch an den naturnah gestalteten Pausenhöfen, bei denen die Einbindung von Renaturierungsmaßnahmen in das Pädagogikkonzept konsequent aufgenommen werden.





